tatort alter
Miteinander

Tatort Altern

Mit einfachen Ansagen kann der ältere Mensch den Vorur­teilen und Diskri­mi­nie­rungen begegnen. Indem man selbst mit seinem Alter einver­standen ist, sich klar und eindeutig zum eigenen Alter definiert, hilft man mit, das Bild des angeblich gebrech­lichen, behin­derten Altern zu korri­gieren.

Leise­treter gibt es in jedem Alter, leider viel zu viele. Für den Spruch: „Du hast genug gearbeitet und solltest jetzt ein wenig leiser treten“, gibt es kein Argument.

Das Heer von ehren­amtlich Beschäf­tigten würde an allen Ecken und Enden fehlen, nur ein Beispiel von vielen. Es ist kein Privileg, alt zu werden, alt zu sein, das ist nur eine biolo­gische Tatsache. Es kann von Vorteil sein, dass man schon einiges erlebt hat und auf einen Schatz von Erfah­rungen schaut. Das kann Ihr Leben erleichtern.

Im Jetzt bleiben
Mit dem Ansatz: „In meinem Alter“ oder „Ich bin ja schon 68“ Jüngeren die Welt zu erklären, sollte man unbedingt vermeiden. Es ist Ihre eigene, indivi­duelle Geschichte und hat mit den Anderen und deren Lebenswege nichts zu tun. Ich trage, was mir gefällt; wenn ich denn was finde. Modisches für Menschen um 50 und 60, die diesen Namen auch verdient, ist extrem schwer zu finden. Natürlich verändert sich der Körper mit dem Alter, er ist nicht mehr so schlank, dies und das verliert die Spann­kraft und hängt nach unten. Fummelkram mit Spaget­ti­trägern wollen Frauen dieses Alters nicht mehr unbedingt tragen. Die Modein­dustrie sollte mehr auf die älter werdenden Frauen eingehen, mit „Tragbaren“ schicken Angeboten, die nicht so verstaubt und unförmig daher kommen. Männer haben es hier leichter, Modemacher Karl Lagerfeld zeigt ganz gut, wie das gehen kann.

Ich bin immer der gleiche dumme Hamburger Junge. Als Kind war ich wahnsinnig selbst­ge­fällig. Heute bin ich mir selbst gegenüber gleich­gültig, ironisch, distan­ziert. Ich kann über mich selbst lachen.

Dann gibt es noch die Spezia­listen, die uns, unter­schwellig hoch aggressiv, warnen: „Warte mal bis Du gebrechlich wirst und auf Pflege angewiesen bist“. Auch das kann passieren, natürlich und es ist klug, diese Möglichkeit in Erwägung zu ziehen. Mit den Notwen­dig­keiten die dann auf einen zukommen, muss und sollte man sich konkret und bei Zeiten ausein­ander setzen. Und Vorsorge treffen. Das heißt aber nicht, wie ein hypno­ti­siertes Kaninchen den Rest des Lebens in Angst und Schrecken zu verbringen. Vergeuden Sie nicht Ihre Zeit, denn schon mit der Geburt beginnt das Altern. Für alle. Kritische Ausein­an­der­setzung mit der Welt, mit dem was heute ist, ist in jedem Alter angebracht und wünschenswert. Ein aktives Leben führen, hört nicht schlag­artig und fremd­be­stimmt mit 50 auf.

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Techno­logien, die ein Segen sein können
Sie entscheiden sich und haben das in der Hand. Infor­mieren Sie sich zum Zeitge­schehen, bleiben Sie fit und neugierig, auch auf die Entwick­lungen neuer Techno­logien, die ein Segen sein können. Das Alter der Bevöl­kerung unserer Gesell­schaft hat sich verändert, das sollte etwas schneller, klar und spürbar im Jetzt ankommen. Und manchmal ist es sehr wohl angebracht, auch laut zu werden und auf den Tisch zu hauen.

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