Lebenslang lernen 1
Know-how

Lebenslang lernen

Jetzt gehe ich zur Uni – vorher hatte ich keine Zeit. Mein Nachbar hat sich schon ein Jahr vor der Rente die Hände gerieben, zu all der Zeit, die er dann zur Verfügung hat. Gut infor­miert hatte er es zum Einschrei­bungs­termin der Uni schrecklich eilig.

Ganz beglückt kam er von der Uni, die Profes­sorin hatte zur Bildbe­trachtung Matisse: “Der Tanz” referiert. Mitler­weile hat sich die Spreu vom Weizen getrennt, die in den ersten Vorle­sungen noch “zwangs­weise” mitge­schleiften Ehemänner und ‑frauen, (…ach komm doch mit, ich will nicht alleine dahin), sind nicht mehr dabei.

Jetzt wird, bestens betreut, gut gelaunt gearbeitet. Ein Gasthörer-Studium ist bei vielen Älteren beliebt, da man ohne Hochschul­reife an Kursen der Hochschule und den verschie­densten Lehrver­an­stal­tungen teilnehmen kann. Eine Abschluss­prüfung ist zwar nicht möglich, aber wissen­schaft­liche Weiter­bildung und univer­si­täres Lernen im weit gefächerten Angebot der Unis, ist an den meisten Hochschulen zu haben.

Zusam­men­ge­nommen waren alle Gaststu­die­renden im Durch­schnitt 50,4 Jahre alt.

Das statis­tische Bundesamt hat Zahlen dazu. Im Winter­se­mester 2007/2008 lag das Durch­schnitts­alter der Gasthö­re­rinnen und Gasthörer, die Sprach- und Kultur­wis­sen­schaften studierten, bei 55 Jahren. Im Fach Geschichte lag der Alters­durch­schnitt bei knapp 66 Jahren. Zusam­men­ge­nommen waren alle Gaststu­die­renden im Durch­schnitt 50,4 Jahre alt. Gasthö­re­rinnen hatten ein Durch­schnitts­alter von 49,5 Jahren, die männlichen Studie­renden waren im Schnitt 51,2 Jahre. Im Winter­se­mester 2007/2008 hatten sich 38.400 Gasthö­re­rinnen und Gasthörer an deutschen Hochschulen einge­schrieben, fast die Hälfte waren Frauen.

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Belieb­testes Studium ist Sprach- und Kultur­wis­sen­schaft
Mit 14.500 Gaststu­die­renden in den Fächern Sprach- und Kultur­wis­sen­schaften ist dieses Studium am belieb­testen. Rechts‑, Wirtschafts- und Sozial­wis­sen­schaften steht mit 9.500 Gasthörern an zweiter Stelle, gefolgt von Mathe­matik und Natur­wis­sen­schaften mit 2.700 Gast-Studenten. Für Kunst und Kunst­wis­sen­schaften hatten sich 2.100 Gaststu­die­rende einge­schrieben und Ingenieur­wis­sen­schaften hatte 1.000 Gasthörer.

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