Junge Alte

in soziales

Oma sieht nicht wie Oma aus,
Opa nicht wie Opa.

Er lässt seinen Frühlingsgefühlen
freien Lauf und schaut unverholen und begeistert den über hohen Stöckeln in Schwung gebrachten Röcken nach - ja und? Früher gab es Kleiderordnungen, Dress-Codes, welche Kleidung in welchem Alter angemessen ist und es gab ungeschriebene Gesetze zum passenden Verhalten für jedes Alter. Was ist „Altersgemäß“ und wie sieht das aus? Weißer Faltenrock und acht bis zwölf Kilo Übergewicht, mindestens? Gigantische Bäuche überm Hosenbund mit  zum platzen gespanntem Hemdenknopf drüber? Sorgfältig verteiltes und mit Pomade festgeklebtes, eher dürftiges Haupthaar? Oder der Omi-Knoten, fixiert mit Stricknadeln?

 

Die Zeiten haben sich gewandelt

Wir wissen mehr über bewusste Ernährung, treiben Sport, achten auf unser Gewicht. Wir sind gesünder, halten uns geistig fit und kümmern uns um unser Wohlbefinden - wir haben auch mehr Zeit dafür. Wir sehen viel länger besser, jünger und gesünder aus, kleingemusterte Kittelschürzen tragen wir selten, wir kleiden uns schick und kommen modisch daher.

 

Würdevoll altern, was ist damit gemeint?

Festgefahrene Grenzen sind nicht erfreulich und wir sollten uns von überholten Verhaltens-Gesetzen aus dem vorigen Jahrhundert nicht behindern lassen. Die Formulierung: „Das macht man nicht“ kennt Jeder und viele haben sich vielleicht mal gefragt, wer ist „man“. Über guten Geschmack kann man natürlich streiten, aber der klare, aufmerksame, bewusste Mensch weiß schon, wo es für ihn lang geht, egal in welchem Alter. Er tritt nicht in jeden Fettnapf, Peinlichkeiten passieren ihm eher selten. Er ist unterwegs, im Einklang mit sich, was man sehen, hören und spüren kann, wie er sich kleidet ist stimmig, passt zu Ihm und sollte in Gesellschaft, für das Gegenüber keine Rolle spielen und - bitteschön - keine Vorurteile produzieren.
-bapo

 

 

 

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