Im Hamburger Duft-Paradies

in leben & stil

Klaus Wengel, Gründer von Anandam Sie können sich Süd-Indien mit
Auroshikha-Räucherstäbchen
nach Hause holen.

Klaus Wengel hat bundesweit
mit das größte Sortiment
an Räucherwerk und Düften

Tauchen Sie in duftende, japanische Kostbarkeiten ein, füllen Sie Ihren Raum mit griechischem Rosenweihrauch oder entspannen Sie sich im Duft von Elemi aus den Phillipinen. Anandam bietet Ihnen höchste Qualität an Düften in verschiedenen Formen und ein umfangreiches Zubehör. Wir hatten die Möglichkeit zu einem Interview mit Klaus Wengel, ein begeisteter, hanseatischer Kaufmann, der sich mit Duft auskennt, was aber eher ein Zufall war, ein glücklicher wie wir heute sehen, oder besser, riechen können. Seit Mitte der 70er Jahre arbeitet Klaus Wengel mit Räucherwerk und Düften, mittlerweile ist er mit Anandam Marktführer und hat bundesweit mit das größte Sortiment.

 

Gespräch mit Klaus Wengel von Anandam:

 

Wodurch und wann sind Sie zum Duft gekommen?

Oh, das war gar nicht so geplant. Ursprünglich lag mein Interesse bei Mathematik und Physik. Ich habe viele Jahre Naturwissenschaften studiert und im Labor gearbeitet. Aber das hat mich letztendlich nicht wirklich ausgefüllt. Ich spürte, dass ein Teil von mir immer mehr verkümmerte und ich bin heute froh, dass ich dann einen anderen Weg eingeschlagen habe.

 

Wie hat sich Ihre Duft-Karriere entwickelt?

Es war noch während meines Studiums, Mitte der 70iger Jahre, als mir eines Tages ein guter Freund erzählte, dass es im fernen Indien eine Quelle für gute Räucherstäbchen gäbe. Man bräuchte nur ein wenig Geld per Postüberweisung hinschicken und wenn man seine Adresse einigermaßen gut lesbar schreiben würde, dann bekäme man einige Wochen später ein Paket mit wunderbaren indischen Räucherstäbchen geliefert. Ich war von dieser Idee sofort begeistert und meine Frau und ich schickten statt der empfohlenen 10$ in unserem Überschwang gleich einen Betrag von 100$. Die Zeit verging und ich hatte diese Angelegenheit schon komplett vergessen. Doch eines Tages stand da ein schimpfender Paketfahrer vor mir mit einem riesigen Duftpaket. Es war in weißes Leinen eingenäht und mit unzähligen Briefmarken und Aufklebern bestückt. Es roch wirklich unglaublich orientalisch. Ein Stück einer fernen Welt in meinem Wohnzimmer. Ich war total begeistert. Was für ein Abenteuer! Die Menge an Räucherwerk hätte wohl bis zum Ende meines Lebens gereicht. Und so fingen wir an unsere neu erworbenen Kostbarkeiten an Freunde zu verkaufen. Seltsamerweise sprach sich unser Angebot unglaublich schnell herum und in kürzester Zeit waren wir ausverkauft. Wir mussten nachbestellen. Und so begann meine Kariere als Kaufmann und Importeuer von orientalischen Düften. Bis heute haben wir uns unser Staunen und unsere Begeisterung für schöne Dinge bewahren können und noch heute macht es Freude unsere Schätze mit anderen zu teilen. Wichtig ist uns auch wer unsere Produkte herstellt. Wir bevorzugen immer kleinere Projekte, die wir unterstützen können und wenn irgend möglich besuchen wir unsere Lieferanten und verschaffen uns Vorort einen Eindruck. Oft entstehen Freundschaften über die Handelsbeziehungen hinaus.

 

Seit wann betreiben Sie Ihren Internet-Shop? Hatten sie davor
mal ein Ladengeschäft?

Als wir Anandam 1979 von Berlin nach Hamburg übernahmen lieferten wir die Auroshikha Räucherstäbchen ausschließlich an Geschäfte. Wir waren also ein reiner Großhandel. Erst im Herbst 2000 entdeckte ich zufällig in den Regalen eines Kaufhauses ein Computerprogramm mit dem man einen einfachen Internet-Shop einrichten konnte. Ich habe das lange nicht ernst genommen und ein wenig damit experimentiert. Doch als dann die ersten Bestellungen in meinem E-Mail-Postfach eintrafen, war ich wie elektrisiert und arbeitete fieberhaft am Ausbau des neuen Forums.

 

Wie ausgeprägt ist überhaupt das Wissen hierzulande zu den vielfältigen Wirkungen von Duft und Räucherwerk?

Über die Wirkung von Düften gibt es unendlich viele Lehrmeinungen. Fragen Sie 10 Experten und Sie bekommen 20 Antworten. Zu diesen Fragen halten wir uns sehr zurück. Jeder sollte da selber auf Entdeckungsreise gehen und schauen was gut tut und was nicht. Es geht in erster Linie um das Erleben und Erfahren von Düften und um das Erfreuen an der Natur.

 

Welche Fragen werden meist an Sie gestellt, wenn es um Duft geht?

Ganz eindeutig: „Wie geht das?“, „Wie macht man das?“. Die meisten Menschen sind erstaunt und neugierig und wollen endlich Ihr Räuchertöpfchen aufstellen. Diese Jahrtausende alte Faszination, die archaische Erfahrung von Feuer, aufsteigendem Rauch und Duft , das steckt anscheinend schon in unseren Genen. Quer durch alle Altersgruppen.

 

Gibt es für Sie Duft-Favoriten und welche sind das?

Es wird Sie vielleicht wundern, aber das Größte ist sicherlich frische Luft. Vielleicht auf See, oder auf einem hohen Berg. Es ist wie mit Stille. Was dann voller Duftzauber steckt ist ein Blumengarten im Hochsommer auf den, nach langer Hitze, eine wenig Regen fällt. Was für eine Wonne am Rande so eines Gartens, an einem schattigen Plätzchen, langsam einzuschlafen. Was ich sehr schätze ist das edle Aloeholz, welches ich aus Japan erhalte. Dieser  himmlische Duft kann mich in wahre Verzückung bringen.

 

Die Rauchentwicklung von Räucherstäbchen soll angeblich
so ungesund wie rauchen sein, was meinen Sie dazu?

Soweit ich informiert bin, bezieht sich diese Studie auf Räucherstäbchen aus China. Es waren die sehr minderwertigen Zutaten, die diesen Rauch so gefährlich machten. Daher mein Rat: Gute Räucherstäbchen bestehen aus Kokosnuss-Asche, einem natürlichen Rindenmehl (Jeegat oder Makko) als Kleber und entsprechend hochwertige Duftkomponenten. Verwenden Sie nur sehr gute Ware. Achten Sie darauf, dass die Räucherstäbchen nur wenig oder gar keinen Rauch entwickeln. Der Rauch und später die Asche sollte möglichst hell aussehen. Qualmt und rußt das Stäbchen schwarz, deutet das auf eine unvollständige Verbrennung der Stoffe hin. In diesem Fall das Räucherstäbchen sofort ausmachen und nicht weiterverwenden. Und zu guter Letzt: Seien Sie sparsam mit Duft und Rauch. Lüften Sie den Raum nach dem Räuchern. Frische Luft vertreibt nicht den Duft des Räucherwerks. Aber auch gutes Räucherwerk reizt die empfindlichen Atemwege. Menschen mit gesundheitlichen Problemen, z.B. Asthmatiker, sollten vorsichtshalber ganz auf das Räuchern verzichten.

 

Vielen Dank für das Gespräch.
www.anandam-shop.de

 

 

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