Grußworte für evergreener

Dr. Henning Scherf (77) ehemaliger Bürgermeister von Bremen und prominenter Wohngemeinschafts-Bewohner. Dem neuen evergreener wünsche ich einen resonanzstarken Start. Der demographische Wandel verändert unsere Gesellschaft täglich. Immer mehr fitte alte Menschen mit Neugierde, Begeisterungsfähigkeit und Engagement gibt es. Sie wollen anders zusammen wohnen, anders teilnehmen als es ihre Eltern und Großeltern getan haben. Darum ist es der Wunsch vieler, so bunt wie möglich diesen neuen Lebensabschnitt anzugehen. Ihr evergreener findet hier ein wunderbares Publikum. (Seit Jahrzehnten leben Dr. Henning Scherf und seine Frau in einer Wohn-Haus-Gemeinschaft – alle Mitbewohner sind über 60.)

 

Barbara Schöne (68) Schauspielerin Liebe evergreener, endlich Klartext für Erwachsene! Wir alle werden mal alt, das ist nichts Neues, aber erwachsen zu werden, das ist das Besondere daran. Wenn wir das Altern nicht ständig auf eine Zahl reduzieren, sondern neugierig das Zeitgeschehen in uns aufnehmen, uns eine eigene Meinung dazu bilden, bereit sind immer wieder hinzuzulernen und dabei nicht alles unwidersprochen hinzunehmen, sind wir den Jungen mit einem Stück Weisheit voraus. Kunst kennt keine Grenzen! Weder in Art noch Alter. Kunst in ihrer Vielfalt regt unsere Phantasie an. Ein gutes Buch zu lesen hat dazu noch den angenemen Nebeneffekt das Gehirn zu trainieren und das hält länger jung,auch wenn wir nicht mehr so flott auf den Beinen sind. Glauben Sie mir, Wissen, ein Quäntchen Abgeklärtheit mit einem Schuß Mut zu Neuem, strahlt auf die jüngere Generation eine Spur von Sicherheit aus und macht anziehend. Wunderbar, dass Klartext für Erwachsene Sie auf diesem Weg bestärkt. Ein kräftiges Toi, toi, toi für den Start von evergreener, wünscht Ihnen von ganzem Herzen Barbara Schöne.

 

 

 

Frank Zander (73) Liebe evergreener-Gemeinde, als ich vor Kurzem einen „Seniorentarif“ von der Deutsche Bahn erhielt war ich beleidigt. Man sollte alle ähnlichen Tarife in „evergreener-Tarife“ umbenennen… Kleiner Tipp von mir: Jeden Morgen einen Apfel und ’ne Banane, dann täglich viel an schöne Dinge denken und nie aufhören für die Zukunft zu planen. Nach meinen beruflichen und hobbymäßigen Planungen werde ich dann ca. 127 Jahre alt! Also, lasst es Krachen…Euer Frank Zander.

 

 

 

Giovanni Arvaneh (51) Schauspieler Darsteller des Sülo in Marienhof. Liebe evergreener-Gemeinde! Was für eine abgefahrene, wundervolle Idee, die sehr informative Page, diese Online-Zeitschrift. Erst mal ein ganz großes Lob an die Gestalter, der sehr interessanten Seiten. Es ist wirklich Zeit, dass man dieses Thema endlich anspricht und sich aufstellt. Es ist mir immer noch ein Rätsel, wie es überhaupt dazu kommen kann, dass man mit zunehmendem Alter immer mehr in den Hintergrund rutschen soll. Die Generation, die letztendlich für uns alle das aufgebaut hat, worauf wir uns jetzt stützen. Liegt es daran, dass wir Respekt und Wertschätzung untereinander verloren haben? Liegt es an der für mich undurchschaubaren „Marktforschung“. Reines Zahlengewirr, was in die Richtung geht, dass man im Alter „Wertlos“ wird? Sehr früh bin ich mit dieser Wertigkeit konfrontiert worden. Mit 27 gehörte ich zu den „Alten“ im „Marienhof“, wir älteren rutschten immer mehr in den Hintergrund, bekommen wenig zu spielen, weil die Marktforschung, oder welche „Leuchte“ auch immer glaubt, der „Jugend“ gehört die Welt. Insofern finde ich es so toll, dass „wir Alten“ uns jetzt zu Wort melden. Weiter so!