Geht runter wie Wasser
Am 22. März war Weltwassertag, in
diesem Jahr unter dem Motto „Gesundes Wasser für eine gesunde Welt“.
Wasser ist lebenswichtig: Es versorgt uns mit Mineralstoffen und Spurenelementen, schwemmt Giftstoffe aus und regelt die Körpertemperatur. Durch Stoffwechselprozesse gehen dem Körper jedoch pro Tag etwa zwei Liter Wasser verloren. Regelmäßiger Nachschub ist daher wichtig – sonst arbeiten Körper und Geist nur halb so gut, und sogar das Hautbild leidet.
Gefährlich: Wassermangel. Warnsignale für einen bedenklichen Flüssigkeits-
mangel sind Schwindel- und Schwächegefühle und eine erhöhte Temperatur. Gerade Säuglinge und Senioren sind schnell von Austrocknung bedroht – bis hin zum lebensgefährlichen Kreislauf- und Nierenversagen. Um dem vorzubeugen, sollten über den Tag verteilt mindestens 1,5 bis 2 Liter alkoholfreie Flüssigkeit getrunken werden, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Praktisch: Der restliche Bedarf lässt sich durch wasserhaltige Speisen wie Suppen oder Obst decken. Wasser ist der ideale Durstlöscher – günstig, zahnfreundlich und kalorienfrei. Doch auch dabei gibt es Qualitäts-
unterschiede: Amtlich geprüfte und anerkannte Naturprodukte sind
Durst ist ein unzuverlässiger
Ratgeber – er meldet
sich oft erst spät
lediglich Heil- und Mineralwasser, während Tafelwasser aus verschiedenen Wasserarten und weiteren Zutaten gemischt werden kann. Das Leitungs-
wasser in Deutschland unterliegt strengen Richtlinien, Auskunft über die Qualität vor Ort geben die Wasserwerke. Vorsicht ist geboten bei Altbauten aus der Zeit vor 1920: Dort können die Leitungen aus Blei sein und das Trinkwasser belasten – dann besser auf Mineralwasser ausweichen.
Kaffee und schwarzer Tee galten wegen des darin enthaltenen Koffeins lange Zeit als Flüssigkeitsräuber. Inzwischen geben Forscher Entwarnung: Bis zu vier Tassen pro Tag wirken sich positiv aus. Besonders empfehlenswert sind Kräuter-, Gewürz- und Früchtetees sowie grüner Tee. Fruchtsäfte sollten wegen der enthaltenen zahnschädigenden Säuren möglichst mit Wasser zu Schorlen verdünnt werden. Gemüsesäfte sind frei von Säuren und eignen sich daher für Genuss pur. In besonderen Situationen – etwa bei Magen-Darm-Erkrankungen, Diät, großer Hitze, zu viel Alkoholkonsum oder sportlichen Aktivitäten – steigt der Wasserbedarf, dann sollten Betroffene deutlich mehr als 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Wem es schwerfällt, ausreichend zu trinken, für den haben wir einige einige Tipps parat: Genau wie Berufstätige sollten Schulkinder immer ein zahnfreundliches Getränk in Reichweite stehen haben. Wenn Lehrer dies nicht erlauben, sollten die Eltern mit ihnen reden. Senioren sind besonders gefährdet: Der natürliche Wassergehalt in ihrem Körper sinkt, gleichzeitig nimmt ihr Durstgefühl ab. Um sich zu überlisten, sollten sie am besten zu jeder Mahlzeit etwas trinken. Ein Trinkplan hilft dabei. „Gut zu wissen: Wasser mit Kohlensäure erzeugt ein Völlegefühl. ‚Trinkmuffel’ sollten deshalb besser Stilles Wasser wählen, das lauwarm ist.
Stiftung Warentest, Natürliche Mineralwässer 07/2008 (rechte Spalte)
Leser-Kommentare
Immer gut drauf sein Depressionen die traurige Volkskrankheit
Altern beginnt mit der Geburt Den Jungbrunnen sucht man vergeblich
Die Leber der Anderen Dirk Werner, Autor und Filmvorführer
Keine Ruhe mehr hören Psychotherapeutische Ansätze gegen Tinnitus
Alternativ gegen Krebs Natürliche Therapieformen
Beispiel für einen Trinkplan
www.signal-iduna-ikk.de
Zuviel Wasser schadet
www.welt.de
Wenn Wassertrinken tödlich ist
www.hr-online.de
Wassertrinken, aber richtig
www.lichtkreis.at
Wassertrinken wirkt Wunder
www.norbertkasper.de
Wassertrinken senkt Gewicht
www.medizinauskunft.de
Wassertrinken gegen Kopfschmerzen
www.forum-trinkwasser.de
Mineralwasser Test
(Stiftung Warentest)
www.test.de
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»Vor allem bei billigen Wässern vom Discounter heißt Medium nicht nur wenig Kohlen-
säure, sondern auch oft wenig Kalium, Kalzium & Co.«
